31. Dezember 2014

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Interview FAZ "Gegen Windmühlen reden"

Der Weg aus Berlin Richtung Norden fühlt sich länger an, als er ist. Die Lichter der Stadt sind lange schon verschwunden, irgendwann werden auch die Straßen immer leerer, ein Dorf ab und an, sonst sind nur noch Felder und Bäume zu sehen, und nach einer Stunde ist man mitten in der Uckermark. Alles ist still. Hauptstädter ziehen sich hierher gerne am Wochenende zurück, viele Häuser gehören ihnen. Werner Schulz aber lebt nicht nur am Wochenende in seinem kleinen Dorf. Er hat sich seinen Alterssitz hier geschaffen. Nach turbulenten Jahren in der Politik lebt er in einem alten Pfarrhaus gleich bei der Kirche, ein Sandweg führt hin zum See. Die Debatten zur Wiedervereinigung, zu deutschen Auslandseinsätzen, die Auflösung des Bundestages, der Kampf um Listenplätze der Partei - stets hatte Schulz das Wort, und er hat Reden gehalten, die in Erinnerung geblieben sind. Nun sitzt er mit einem Tee an einem Holztisch - Regentropfen rinnen das Fenster hinunter - und redet mit kratziger Stimme über die Kunst der Rede. Und über das, was alles schieflaufen kann.

Haben Sie schon mal eine schlechte Rede gehalten, Herr Schulz?

Na klar. Es gibt Reden, die das Gegenteil von dem bewirken, was man vorhatte. Ich kann mich da sehr nachhaltig an eine Rede erinnern, für die ich ausgepfiffen worden bin auf einem Parteitag.

Was lief da schief?

Ich war selber Bausoldat - also Soldat ohne Waffe - in der DDR und dachte, es wäre eine gute Idee, in die Debatte bei den Grünen über die deutsche Beteiligung an Militäreinsätzen den Begriff des "Umbausoldaten" als Leitbild einzuführen - das Bild vom "Zivildienstleistenden in der Welt" fand ich falsch und Umbau als grünen Anspruch besser. Doch das ging mächtig schief. Es folgten Pfiffe.

Warum?

Es klang so, als diffamierte ich die Zivildienstleistenden und unterstützte das Militär. Ich wurde übel beschimpft, als Bellizist, als Hardliner. Also das war eine schlechte Rede.

Das beschäftigt Sie noch immer?

Na lassen Sie sich mal von 500 Menschen auspfeifen. Sonst tobt der Saal bei mir, oft bringe ich ihn, wie man so sagt, zum Rocken. Plötzlich aber höre ich diese Pfiffe, und ich habe erst mal gar nicht verstanden, warum. Schließlich hatte ich doch diesen tollen Begriff angeboten.

Sie sagen selbst, Sie hätten die Säle gerockt. Können Sie denn zu jedem Zeitpunkt und jedem Thema eine gute Rede halten?

Das glaub ich nicht. Man muss überzeugt sein und die innere Leidenschaft für das Thema haben. Das greift dann über.

Ein guter Redner muss also leidenschaftlich sein?

Er kann auch intellektuell sein. Das erregt dann aber nicht die Gemüter. Es gibt Reden, da denkt man: phantastisch. Und trotzdem hat sich im Saal nichts bewegt. Da fehlt das Zündende. Da fehlt die Leidenschaft. Wobei manche auch nur brüllen, um Leidenschaft vorzutäuschen. Denken Sie nur an Reinhard Bütikofer, auch ein Grüner, der immer so gemütlich wirkt und sich auf Parteitagsbühnen plötzlich wie ein Ochsenfrosch aufbaut. Das ist der Parteitagsmodus. Ohnehin hat man auf Parteitagen immer das Gefühl, die schreien alle. Die versuchen diese Leidenschaft in die Partei zu tragen. Mitunter ist das sehr aufgesetzt.

Was zeichnet einen guten Redner sonst aus?

Sprache. Das ist das Entscheidende. Eine Rede ist ein kreatives Produkt. Statt Farbe oder Töne verwenden Sie Worte, um eine Idee zu vermitteln oder Gefühle auszudrücken. Sie formulieren etwas, das es vorher noch nicht gab. Sie versuchen ein Problem zu erfassen, einen Konflikt, eine Situation zu beschreiben. Sie versuchen, das anschaulich zu machen oder dem Ganzen eine polemische Schärfe zu verleihen. Klartext. Ein kreativer Prozess eben. Wenn Sie nur über Allgemeinplätze schlendern oder Phrasen und Platituden aneinanderreihen, ist das keine Rede.

Werner Schulz hat in einem Land das Reden gelernt, in dem Reden gefährlich sein konnte. Aufgewachsen ist er in der DDR, geboren 1950 in Zwickau. Schulz fiel damals schon auf. Kaum volljährig, hatte ihn auch schon die Staatssicherheit in den Blick genommen. Das war 1968. Später engagierte er sich weiter politisch, protestierte gegen die sowjetische Besatzung Afghanistans, nahm am Friedenskreis unter dem Schutz der Kirche teil. Und er hatte zu erdulden, dass das nicht ohne Konsequenzen für sein Leben blieb - er verlor seine Anstellung, war sogar einige Monate arbeitslos in einem Land, in dem es angeblich keine Arbeitslosen gab. 1989 wurde Schulz Mitglied des Neuen Forums und zog als Bürgerrechtler in die erste und letzte freigewählte Volkskammer ein. Er saß auch am runden Tisch und arbeitete den Verfassungsentwurf mit aus, dessen Bedeutung sich jedoch in Grenzen hielt. Am Tag der Deutschen Einheit schließlich zog er in den Bundestag ein - und ließ auch da bald aufhorchen.

Sie sind 1990 in den Bundestag gekommen - wie fanden Sie die Debatten damals?

Für mich kam der Umzug in den Bundestag zur Unzeit. Ich war mit den Gedanken noch in der DDR und in der Volkskammer, die Debatten waren dort noch nicht ausgetragen. Plötzlich saß ich etwas benommen im alten Wasserwerk am Bonner Rheinufer in der Opposition, wo ich gar nicht sitzen wollte. Mir hatten Kohl und Waigel doch nichts getan. Im Gegenteil, ich konnte ihnen eigentlich nur dankbar sein. Aber ich habe dann gleich eine offensichtlich so grandiose Rede gehalten, wie sie lange nicht gehalten worden ist.

Zu welchem Thema?

Es ging um die Art der Vereinigung - nach Artikel 23 oder Artikel 146. Ich habe eine leidenschaftliche Rede gehalten, weil ich überzeugt war, der Weg nach Artikel 146 wäre besser gewesen - also eine verfassunggebende Versammlung. Es gab dann eine Zwischenfrage von einem Kollegen, den ich nicht gekannt und dessen Namen ich nicht verstanden habe. Es war Dieter Wiefelspütz - ich habe ihn Würfelspitz genannt. Man hat mich deswegen mit Herbert Wehner verglichen, der so einst Abgeordnete vorgeführt hatte. Es war meine erste Rede im Bundestag. Danach hat mich Petra Kelly umarmt und gesagt: "Mein Gott, da war ja mal wieder richtig Leben in der Bude."

Hören Sie heute noch bei Bundestagsdebatten zu?

Ich höre mir das an. Aber ich brauche viel schwarzen Tee, um nicht einzuschlafen.

Wirkt sich eine große Koalition automatisch negativ auf die Qualität der Reden aus, weil der politische Streit im Parlament auf Eis gelegt ist?

Ja, ich glaube das hat eine sehr dämpfende Wirkung. Allein schon die geballte Redezeit. Sie müssen zwei Stunden Plätscherwasser über sich ergehen lassen, bis dann vielleicht mal ein Wasserfall kommt.

Gibt es jemand, bei dem Sie gar nicht zuhören wollen?

Nun ja, ich hör mir schon alles an. Ich hoffe ja immer, dass da noch was kommt. Auch bei Angela Merkel. Aber sie ist keine Rednerin. Sie ist witzig, hochintelligent. Aber in ihren Reden ist sie dröge und einschläfernd. Es ist der fast kunstvolle Verzicht auf Rhetorik und Polemik.

Wenn Sie Frau Merkel schon ansprechen: Von ihr wird ja manchmal die eine große Rede gefordert. Die mag sie nicht gehalten haben, und doch ist wohl niemand so erfolgreich wie sie. Ist die große Rede also überhaupt noch zeitgemäß?

Man scheint ohne die große Rede auszukommen, das ist wahr. Aber es würde die Sache ja durchaus besser machen, wenn es sie gäbe. Schließlich leiden viele darunter, dass sie nicht wissen, was Angela Merkel überhaupt will. Momentan ist Politik doch sehr erklärungsbedürftig, da wäre eine große Rede schon hilfreich.

Die gute Rede ist wesentlicher Bestandteil der charismatischen Herrschaft. Aber zeigt nicht der Erfolg von Frau Merkel, dass längst eine Form der rationalen Herrschaft Zuspruch findet, die die Rede nicht braucht?

Man könnte das so sehen. Aber sobald es den Charismatiker wieder gibt, ist das vorbei. Die charismatische Rede kann nach wie vor Massen bewegen. Stellen Sie sich nur vor, wie ein Charismatiker am Megafon die Pegida-Bewegung aufhetzen würde.

Gibt es denn in Zeiten der allumfassenden Ablenkung und Kurzzeitaufmerksamkeit überhaupt noch das Publikum für große Reden?

Das ist bedeutend kleiner geworden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es noch viele Leute gibt, die sich vormittags eine Bundestagsdebatte anhören.

Warum tun Sie es?

Ich bin frühzeitig politisiert worden durch den Mauerbau - und die Diskussionen, die mein Vater damals mit seinen Freunden hatte. Von der Nazizeit bis zum Mauerbau. Das war spannend, und von da an hab ich mich für Politik interessiert - und auch Bundestagsdebatten angehört. Ich hab damals nicht alles verstanden, aber ich fand es grandios. Das hat mich nie mehr losgelassen. Vielleicht ist es ein sentimentales Anhängsel, dass ich mir heute noch solche Debatten angucke.

Was war denn Ihre beste Rede?

Vielleicht die auf dem Parteitag, mit der ich 2009 bei den Grünen für die Europawahlliste aufgestellt worden bin. Oder die Rede im Bundestag 2005. Oder jene 2002, mit der ich mich gegen Hans-Christian Ströbele durchgesetzt habe und als Kandidat für den Bundestag aufgestellt worden bin.

Warum?

2002 und 2009, das waren Situationen, in denen ich es mit einer Rede geschafft habe, mir eine Kandidatur zu erkämpfen, die ich normalerweise nicht bekommen hätte. Zum Beispiel 2002: Meine Kandidatur stand unter "ferner liefen". Es gab zwei sichere Plätze. Der erste war für Renate Künast reserviert, für den zweiten gab es drei Bewerber: Andrea Fischer, Hans-Christian Ströbele und mich, den Ossi ohne große Unterstützung. Es galt als sicher, dass ich keine Chance habe. Das hat mich angespornt. So habe ich den Saal überzeugt. Es war durchschlagend. Ströbele war völlig fertig. Der hat das überhaupt nicht realisieren können.

Nordrhein-Westfalen war zu viel. Es ist das Jahr 2005. Wieder hat die SPD eine schmerzhafte Niederlage erlitten bei Landtagswahlen - und Kanzler Gerhard Schröder greift zu einem drastischen Mittel: Er will die Wahlen vorziehen. Dazu muss der Bundestag aufgelöst werden. Schröder entscheidet sich, die Vertrauensfrage zu stellen, um sie zu verlieren. Es ist ein holpriger Weg zur Auflösung nach Artikel 68 des Grundgesetzes. Rot-Grün steht vor dem Aus, der Weg gefällt nicht allen in der Koalition - am Tag der Abstimmung im Bundestag aber ist es vor allem ein Abgeordneter, der seinen Unmut am Rednerpult freien Lauf lässt: Werner Schulz. In einer persönlichen Erklärung kritisiert er den Kanzler scharf und auch seine eigene Partei. Schulz wirkt aufgewühlt, gehetzt. Es sind sechs Minuten, die ihn berühmt machen werden. Applaus erhielt er nur aus den Reihen der Union und der FDP. Bei den Grünen und der SPD erregt er Unmut. Vor allem mit einem Vergleich "Die Rückkehr der Geschichte sollten wir nicht als ein Stück Volkskammer veranstalten. Auch da wurden die Abgeordneten eingeladen, nicht ihrer Überzeugung, sondern dem Willen von Partei- und Staatsführung zu folgen." Schröder verliert die Vertrauensfrage wie gewünscht. Schulz zieht nicht wieder in den Bundestag ein.

Sie haben schon die Rede erwähnt, die Sie 2005 im Bundestag hielten, als der damalige Kanzler Schröder seinen Vorstoß verteidigte, die Wahl um ein Jahr vorzuziehen. Sie haben ihn so scharf angegriffen wie selten ein Mitglied einer Koalition einen Bundeskanzler. Wie kam es zu diesem Ausbruch?

Ich war extrem verwundert, als der damalige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering im Fernsehen verkündete, der Bundeskanzler und er hätten beschlossen, den Bundestag aufzulösen und die Wahl um ein Jahr vorzuziehen. Das war am Abend nach der nordrhein-westfälischen Landtagswahl, die die SPD verloren hatte. Ich war empört, denn die beiden hatten ja noch nicht einmal mit uns, ihrem Koalitionspartner, gesprochen. Die wollten einfach unser Mandat in den Wind schlagen.

Wie waren die Reaktionen auf Ihre Rede?

Ich habe offenbar den Nerv vieler Menschen getroffen. Ich habe so viele Mails bekommen wie niemals sonst, etwa 8000 Stück.

Hatten Sie während Ihres Auftritts Angst vor Ihrer eigenen Courage? Das hätte ja Ihr politisches Todesurteil sein können.

Angst hatte ich nicht. Ich bin ein Überzeugungstäter. Ich wollte weiter in den Spiegel gucken können.

Sie haben in Ihrer Rede geätzt, dass ausgerechnet die Achtundsechziger nach Artikel 68 des Grundgesetzes das Parlament auflösen wollten. Macht es auch mal Freude, den eigenen Leuten eins reinzuwürgen?

Klar, wenn man solche Ironie im verantwortungslosen Abgang findet.

Hatten Sie die Hoffnung, mit dieser Rede operativ irgendetwas zu bewirken?

Nein, dass sich an der Entscheidung durch meinen Auftritt etwas ändert, habe ich keinen Moment angenommen. Die Rede war eher das Präludium zu meiner Verfassungsklage gegen die Auflösung des Bundestages.

Hatten Sie die Rede vorbereitet?

Nee, nee, das hatte ich im Kopf. Da musste ich nichts vorbereiten.

Ihre Reden sind voller Zitate und Verweise. Haben Sie die aus einem Zettelkasten, oder wie machen Sie das?

Ich lese viel und streiche in meinen Büchern an, was mir besonders gefällt. Die sind richtig zerzaust. Davon zehre ich. Ich habe keinen Zettelkasten oder Nachschlagewerke, in denen man Aphorismen findet. Mal gelingt's, ein gutes Zitat zu finden, mal gelingt's nicht. Das ist ja bei Journalisten nicht anders.

Haben Sie es jemals systematisch gelernt, Reden zu konzipieren und zu halten? Haben Sie mal einen Rhetorikkurs besucht?

Nichts von alledem. Bei mir hat sich früh gezeigt, dass ich eine Neigung zum Reden habe. Wir hatten zwar in der DDR keine Klassensprecher. Aber auf dem Schulhof war ich schon ein Wortführer. Ich habe meine Überzeugungen formuliert, habe auch andere mitgerissen. An mir haben sich Mitschüler ausgerichtet. Das ist in mir drin. Es ging sogar noch vor der Schule los. Mein Großvater hat mir das Spiel mit Kasperlepuppen beigebracht, als ich noch ein Kind war. Ich habe auf dem Hof für die anderen Kinder gespielt. Ich habe mir Geschichten ausgedacht, die anderen gefielen. In der Schule habe ich mich durch kluge Mitschüler inspirieren lassen, die unter der Hand Bücher von Sartre, Camus, Böll oder Grass bekommen und gelesen hatten.

Sind Sie ein guter Schreiber?

Ich konnte immer besser reden. Man musste sich in der DDR davor hüten, etwas aufzuschreiben. Was schwarz auf weiß zu lesen war, war gefährlich. Wenn ich nur etwas gesagt hatte, konnte ich gegenüber der Stasi noch behaupten, man habe mich falsch verstanden, das hätte ich so nicht gesagt oder so nicht gemeint. Das Schreiben habe ich erst nach 1990 stärker gebraucht und entwickelt.

Es ist ein Zufall, dass Werner Schulz mit seiner Frau in der Uckermark gelandet ist. Verbindungen in die Region hatte er nicht. Ein Freund hatte ihn auf das Pfarrhaus aus dem 18. Jahrhundert hingewiesen. Es war in schlechtem Zustand. Schulz wollte gleich ablehnen, seine Frau wollte es wenigstens anschauen. Sie kamen an einem grauen, unfreundlichen Herbsttag - und sind geblieben. Schulz hat selbst Hand angelegt, um das wunderbare Fachwerkhaus mit seinen Kiefernbalken wieder bewohnbar zu machen. Sogar einen höchst widerstandsfähigen Betonputz aus DDR-Zeiten hat er eigenhändig abgeschliffen. Oft kommen die Kinder und Enkel aus Berlin. Ein paar Kilometer entfernt hat Angela Merkel ihr Ferienhaus. Die Ruhe wirkt ansteckend.

Sie haben sich in die Uckermark zurückgezogen - vermissen Sie denn nicht manchmal die große Bühne, das Publikum?

Nein.

Wie wichtig ist Eitelkeit für einen guten Redner?

Man möchte Anerkennung haben, Applaus. Das tut einem wohl, wenn eine Rede ankommt. Übertrieben eitel bin ich nicht.

Bei den Grünen galt Joschka Fischer als Starredner. Sehen Sie das ebenso?

Fischer ist ein ausgesprochen guter Redner, ein leidenschaftlicher Redner, überhaupt keine Frage. Er konnte einen Saal aufmischen. Die Rangordnung im Realoflügel der Grünen ist nur durch Reden entstanden. Alle saßen in der Kneipe, um die Strategie für einen Parteitag zu besprechen. Mancher wollte Anführer sein. Doch am Ende kam immer Fischer, trompetete die anderen mit seiner lauten Stimme, seinem Pathos, seiner Polemik und seiner körperlichen Präsenz nieder - und war der Leitwolf. Mit der Kraft der Rede.

Gibt es noch eine Rede, die Sie unbedingt halten wollen?

Vielleicht noch eine zum 25. Jahrestag der deutschen Einheit. Das würde ich nicht ablehnen. Aber insgesamt hatte ich das Glück, dass ich die Reden halten konnte, die ich halten wollte. Ich weiß, dass das ein Privileg gewesen ist. Da ich kein Schlagersänger bin und vom Ohrwurm und Refrain lebe, muss ich mich auf jede Rede neu vorbereiten. Es ist auch ganz schön, wenn das nicht mehr ständig passiert.

(c) Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt am Main

Werner Schulz

Ex-MdB/MdEP – DDR-Bürgerrechtler

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