01. Mai 2011

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Geschichte der Bausoldaten in der DDR erschienen

Die diesem Besuch hat der Ch. Links Verlag eine fundierte Geschichte der Bausoldaten in der DDR von 1964 bis 1990 vorgelegt, die erstmals die Hintergründe der Bausoldatenregelung, die Dimensionen des Ersatzdienstes sowie das Verhalten der offiziellen Stellen gegenüber Bausoldaten umfassend darstellt. Zu den etwa 15 000 jungen Männern, die das Tragen von Waffen oder den Wehrdienst aus Glaubens- oder Gewissensgründen ablehnten, zählen u. a. Rainer Eppelmann, Wolfgang Tiefensee, Werner Schulz, Gerhard Schöne und Reinhard Schult.

Sie wurden vom gemeinen NVA-Soldaten verachtet und gefürchtet – eine besondere Aura des Außenseiterseins umgab sie. Das Buch gibt Auskunft über Motive der Bausoldaten, wirft einen Blick in ihren Dienstalltag und berichtet von den Schwierigkeiten, die der Dienst mit sich brachte. Ein Exkurs zu den etwa 7500 grundwehrpflichtigen Totalverweigerern aus politischen und religösen Gründen und zahlreiche Dokumente vervollständigen den Band.

Das Buch kann beim Verlag direkt und portofrei bezogen werden: Bernd Eisenfeld und Peter Schicketanz: Bausoldaten in der DDR: Die »Zusammenführung feindlich-negativer Kräfte« in der NVA, 600 Seiten, Chr. Links Verlag 2011, 39,90 Euro

HINWEIS: Am 7. Juni 2011 richten die Stasi-Unterlagen-Behörde und die Robert-Havemann-Gesellschaft 19 Uhr eine Veranstaltung zur Vorstellung des Buches mit Zeitzeugengespräch aus.  Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Werner Schulz

Ex-MdB/MdEP – DDR-Bürgerrechtler

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