13. April 2012

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Keine Eishockey-WM in Belarus ohne Freilassung der politischen Gefangenen!

Zum heutigen Start der Libereco-Kampagne "Dont play with a dictator", die den Entzug der Eishockey-WM 2014 in Belarus fordert, erklärt WErner Schulz: Ich unterstütze die Kampagne, weil sie zur unumgänglichen Konsequenz aus den politischen Entwicklungen der letzten Wochen und Monate geworden ist.

 Niemand hat erwartet, dass im November 2014 die Welt zu Gast bei einem geläuterten Diktator wäre und sich ein politisches Sommermärchen im weißrussischen Winter erfüllte. Und doch gab es gute Gründe auf die Chancen und Möglichkeiten zu hoffen, die die internationale Aufmerksamkeit der belarussischen Bevölkerung und engagierten ausländische Sportler, Journalisten und Fans bescheren würde.

 Doch die zu- statt abnehmende Zahl der politischen Gefangenen, sich ausweitenden Repressionen gegen Oppositionelle, Schauprozesse und zynische Hinrichtungen von Wladislaw Kowaljow und Dmitrij Konowalow machen klar, dass Lukaschenko keine Zugeständnisse, sondern eine vollständige und ungestörte Inszenierung für sein Herzenshobby im Sinn hat.

 Das Europaparlament hat am 29. März 2012 aus dieser Entwicklung Konsequenzen gezogen. Sie richten sich gegen Lukaschenko, nicht seine Bürger. Nur wer fair spielt, kann ehrlich siegen. Das gilt nicht nur für den Sport, sondern auch die Politik.

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Mehr Informationen über und zur Unterstützung der Kampagne unter www. minsk2014.no