Zwei Jahre europäisch-russisches Zivilgesellschaftsforum: Herzlichen Glückwunsch!
Vor zwei Jahren gründeten sechzig Vertreter russischer und europäischer Nichtregierungsorganisationen in Prag das Zivilgesellschaftsforum EU-Russland. Von Anbeginn ein großes großes Hoffnungsprojekt, konnte in Prag wohl noch niemand die Herausforderungen für das Forum angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen in Russland erahnen. Grußwort von Werner Schulz
Meine besten Wünsche zum „zweijährigen" möchte ich an erster Stelle mit einem Dank verbinden an alle, die aktiv an seiner Gründung und zu seiner Entwicklung in den letzten beiden Jahren beigetragen haben. Ohne den Enthusiasmus, der vielen von Euch viel abverlangt hat, wäre das Forum nicht da, wo es heute ist.
Franz Kafka formulierte einst trefflich, dass Wege entstehen, indem man sie geht. Das gilt auch für unser Forum. Zwei Jahre sind eine gute Zeit, um trotz aller drängenden Aufgaben eine erste Bilanz zu ziehen über Erreichtes und was es noch zu verbessern gilt. Auch ich habe mich daran mit Anmerkungen und Anregungen beteiligt und über die positive Reaktion und Annahme gefreut.
Denn über alle wichtigen Fragen des „Wie´s" hinweg bleibt nach zwei Jahren und insbesondere nach den politischen Ereignissen der letzten Wochen die deutliche Erkenntnis, wie sehr wir dieses Forum brauchen. Es bedarf wohl keiner hellseherischen Fähigkeiten um zu erkennen, welche Herausforderungen auf die zivilgesellschaftliche, aber auch politische europäisch-russische Kooperation in der Zukunft zukommen.
Wo einzelne Akteure und Projekte bedroht sind, kommt es um so mehr auf die Solidarität und die Ideen der Gemeinschaft an. Die Herausforderungen für das Forum liegen auf der Hand, ebenso wie die Erwartungen.
Ich wünsche Euch und uns allen: Nehmt den Stolz auf das Erreichte als Ermutigung mit auf diesen Weg, der sicher nicht leichter werden und nicht weniger Einsatz fordern wird, als für das Projekt bisher vonnöten war. Unsere gemeinsame Zukunft ist es wert. Wo immer ich dem Forum unter die Arme greifen kann, werde ich das tun – in meinen Funktionen im Europaparlament und als Bürgerrechtler, der aus eigener Erfahrung um die Mühen und den Preis eines solchen Engagements weiß.
Mit herzlichen Grüßen
Werner Schulz









